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Retromemo:
05.08.2026 21:25
Wer im Wald nach Himbeeren piepst, kriegt im Kiez sofort das Lösch-Skript bar auf die Kralle! Veteranen lesen nix zu Ende und speichern nie! BÄM! ??
Rocko:
31.07.2026 10:27
„Da sind sie wieder, meine drei Probleme: Vergesslichkeit, Dings und das andere.“ ??‍♂️??
Retromemo:
29.07.2026 18:20
? Neeee alles gut, ich kümmer mich drum ?????????☕
Retromemo:
29.07.2026 18:19
„Das liegt außerhalb meines subjektiven Relevanzkorridors.“ ????
Schwarzfahrer:
27.07.2026 16:13
Und wenn ihr schon dabei seid, Shoutbox ohne Zeilenumbruch und ohne Avatar Anzeige ??? Ging doch bei userem alten Forum ?? warum jetzt nicht ??? ???

Forum Retromemos Forum Spielhallen Klassiker Millipede

Post von Knight Rider » 19.07.2026 20:59:24


„Bienen im Sturzflug, explodierende DDT-Kanister und die absolute Trackball-Ekstase – Wer erinnert sich noch an den Winter 1982, als Atari das Ungeziefer-Inferno komplett eskalieren ließ?“

Wir schreiben das Jahr 1982. Nur ein Jahr, nachdem uns Centipede mit der rollenden Kugel und dem Zickzack-Tausendfüßler den Schweiß auf die Stirn getrieben hatte [?], setzte der Arcade-Riese Atari noch einen drauf. Sie veröffentlichten Millipede! Entwickelt von Spieleguru Ed Logg, war dieser Automat das absolute Tuning-Modell des Vorgängers: Schneller, bunter, chaotischer und mit so vielen neuen Krabbeltieren bespickt, dass uns vor den klobigen Röhrenmonitoren sprichwörtlich das Gehirn qualmte.

Für unsere Ü50Surfer und die treuen Arcade-Pioniere bedeutete Millipede pure Schwerstarbeit am Gehäuse. Das Spiel nahm das bewährte Trackball-Prinzip und verwandelte den gemütlichen Pilzwald in ein unbarmherziges, bleihaltiges Schlachtfeld voller mutierter Insekten, das uns die D-Mark-Münzen im Minutentakt aus den Taschen saugte.

? 1. Das Tausendfüßler-Chaos hoch zehn: Pilze, Blumen und die Bienenwelle

Das Grundprinzip blieb vertraut: Ein segmentierter Tausendfüßler (diesmal der namensgebende Millipede) krabbelte von oben durch ein Labyrinth aus Hindernissen nach unten. Doch Atari bohrte die Spielmechanik massiv auf:

  • Der Blumen-Vorteil: Neben den klassischen Pilzen gab es nun Blumen. Traf man ein Insekt, verwandelte es sich oft in eine Blume, die der Tausendfüßler komplett ignorierte. Dadurch stürzte er deutlich geradliniger nach unten – ein Segen für gezielte Schüsse!
  • Die unbarmherzige Schwarm-Welle: Erreichte man eine neue Punkte-Ebene, schaltete der Automat in den Terror-Modus: Eine Schwarm-Welle (Swarm)! Plötzlich krabbelte kein Tausendfüßler von oben, sondern hunderte fliegende Bienen oder Libellen stürzten im wilden Zickzack-Tiefflug von den Seiten direkt in unsere Sicherheitszone. Man musste den Trackball so rasant rotieren lassen, dass die Handflächen brannten.

? 2. Das strategische Highlight: Die Wunderwaffe DDT

Das absolut Genialste an Millipede und der Retter in der größten Not waren die im Wald verteilten, gelb leuchtenden DDT-Kanister:

  • Schoss man einen dieser Giftgas-Behälter an, explodierte er mit einer fetten, sich langsam ausbreitenden Pixel-Rauchwolke.
  • Die Punkte-Kombination: Jedes Insekt, das in diese Wolke hineinflog, wurde sofort vaporisiert. Das Geniale? Für jedes im Gas erledigte Monster verdoppelte sich der Punkte-Multiplikator! Wer den perfekten Moment abwartete, bis der halbe Tausendfüßler direkt über dem Kanonenschacht schwebte, und dann das DDT zündete, kassierte astronomische Highscore-Punkte, die in der Spielhalle mit lautem Jubel der Clique gefeiert wurden. ?

? 3. Das neue Ungeziefer-Arsenal: Käfer, Libellen und der Ohrwurm

Die Riege an fiesem Krabbelzeug wurde im Vergleich zum Vorgänger verdoppelt und forderte uns alles ab:

  • Der fiese Käfer: Er krabbelte von der Seite herein und verwandelte alle Pilze, die er berührte, in unzerstörbare Steine, an denen der Tausendfüßler noch schneller nach unten rutschte.
  • Die pfeilschnelle Libelle: Stürzte senkrecht wie ein Sturzkampfbomber von oben herab und hinterließ im Sturzflug eine Spur aus neuen Pilzen.
  • Der gemeine Ohrwurm (Earwig): Das absolute Hass-Insekt! Er krabbelte horizontal über den Schirm und vergiftete die Pilze. Traf der Tausendfüßler auf einen Giftpilz, verlor er den Verstand und stürzte im senkrechten Sturzflug direkt an den unteren Rand auf unsere Kanone zu.

? 4. Die Trackball-Ekstase im Turbo-Takt

Was Millipede bis heute zu einem unsterblichen Meilenstein macht, ist die rohe, physische Gewalt der Steuerung. Da das Spieltempo im Vergleich zu Centipede um gefühlte 50 % angezogen wurde, musste man die riesige Plastikkugel (Trackball) im Gehäuse nicht mehr nur rollen – man musste sie regelrecht prügeln!

  • Wenn eine Spinne von links unten reinsprang, während von oben die Libellen stürzten, gab man dem Trackball einen heftigen Schlag mit dem Handballen, damit die Kanone im Affenzahn zur anderen Seite flitzte.
  • Akustisch untermalte Atari das Spektakel mit einem schrillen, herrlich blechernen Chiptune-Gewitter aus „Pew-Pew“-Lasern, dem dumpfen Puffen der DDT-Explosionen und dem panischen Sirenenheulen der Gehörgänge.

Millipede war im Jahr 1982 die absolute Perfektion des schnellen Arcade-Shooters. Es bewies, dass ein Nachfolger noch mehr Spaß macht, wenn man ihm taktische Giftgaskanister spendiert, das Tempo an die Schmerzgrenze schraubt und den Spielern eine wohlige Sehnenentzündung in der Handfläche schenkt.

Jetzt seid ihr dran, treue Trackball-Prügler und Insekten-Jäger! Der Münzschlitz blinkt:

  • Habt ihr das ultimative Krabbel-Chaos damals stilecht am klobigen Original-Automaten in der Spielhalle bezwungen oder habt ihr eure DDT-Kanister auf dem Atari 2600, dem C64 oder später am PC gezündet?
  • Hand aufs Herz: Wie oft habt ihr vor lauter Panik in der Schwarm-Welle den Trackball fast aus der Verankerung geschlagen? ?
  • Und was war eure Lieblings-Taktik: Das gierige Sammeln der Diamant-Punkte durch DDT-Kombos oder das panische Dauerfeuern in den Ecken?

Teilt eure giftigen Highscores, Trackball-Anekdoten und Millipede-Erinnerungen mit uns in den Kommentaren! „Die Basis ist sauber, Männer – wegtreten!“

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