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Retromemo:
05.08.2026 21:25
Wer im Wald nach Himbeeren piepst, kriegt im Kiez sofort das Lösch-Skript bar auf die Kralle! Veteranen lesen nix zu Ende und speichern nie! BÄM! ??
Rocko:
31.07.2026 10:27
„Da sind sie wieder, meine drei Probleme: Vergesslichkeit, Dings und das andere.“ ??‍♂️??
Retromemo:
29.07.2026 18:20
? Neeee alles gut, ich kümmer mich drum ?????????☕
Retromemo:
29.07.2026 18:19
„Das liegt außerhalb meines subjektiven Relevanzkorridors.“ ????
Schwarzfahrer:
27.07.2026 16:13
Und wenn ihr schon dabei seid, Shoutbox ohne Zeilenumbruch und ohne Avatar Anzeige ??? Ging doch bei userem alten Forum ?? warum jetzt nicht ??? ???

Forum Retromemos Forum Games Der Patrizier ??

Der Patrizier ??

Post von Retromemo » 14.07.2026 18:12:18


„Voll beladene Schniggen, Piraten auf der Ostsee und die bange Frage: Reicht das Bier für den Winter in Lübeck?“

Wir schreiben das Jahr 1992. Während Die Siedler uns mit ihrem drolligen Wuseln verzauberten, veröffentlichte das legendäre deutsche Entwicklerstudio Ascon (später Ascaron) aus Gütersloh ein Spiel, das uns zu knallharten Kaufleuten des Mittelalters machte: Der Patrizier! Zusammen mit dem phänomenalen Nachfolger Patrizier II (2000) wurde diese Reihe zur absoluten Kult-Simulation für alle, die Wirtschaft nicht als trockenes Schulfach, sondern als packendes Abenteuer verstanden.

Für unsere Ü50Surfer und Taktik-Veteranen war Der Patrizier die Krönung des deutschen Wirtschafts-Genres. Es ging nicht um schnelle Reflexe, sondern um vorausschauendes Handeln, clevere Handelsrouten und den unaufhaltsamen Aufstieg vom kleinen Händler zum mächtigen Patrizier und Bürgermeister – oder gar zum Aldermann, dem Oberhaupt der gesamten Deutschen Hanse!

⛵ 1. Die Ostsee als Marktplatz: Salz, Bier und billiger Fisch

Das Spielprinzip entführte uns in das 14. Jahrhundert, in die Blütezeit der Hanse. Man startete mit einem kleinen Kontor, einer einzigen, klapprigen Schnigge (Schiffstyp) und etwas Startkapital in einer Heimatstadt wie Lübeck, Hamburg, Rostock oder Danzig.

  • Angebot und Nachfrage: Nichts lief ohne logisches Denken. Man kaufte billigen Fisch in Reval, transportierte ihn unter Schweißausbrüchen nach Köln, um ihn dort teuer zu verkaufen, und lud die Laderäume für den Rückweg mit rheinischem Wein oder feinem Tuch voll.
  • Der Winter-Nervenkrieg: Wenn im Spiel der Winter einbrach und die Ostsee im Norden langsam zuzufrieren drohte, fing das große Zittern an. Hatte man genug Getreide, Holz und vor allem Hanse-Bier in den eigenen Lagern angehäuft, um die Bevölkerung bei Laune zu halten? Wenn die Bürger hungerten, sank das eigene Ansehen im Stadtrat schneller, als ein Schiff bei Sturm sinken konnte.

?‍☠️ 2. Schiffsausbau und der verlockende Pfad der Piraterie

Wer auf der Ostsee reich werden wollte, durfte kein Feigling sein. Die Meere waren berüchtigt für gierige Piraten (wie den legendären Klaus Störtebeker), die es auf die teure Ladung abgesehen hatten.

  • Die Werft-Investition: Man investierte das hart verdiente Gold in größere Schiffe – vom robusten Kraier bis hin zur mächtigen Hansekogge. Man heuerte Matrosen an, bestückte die Decks mit Bliden, Katapulten oder Kanonen und steuerte die Seeschlachten in herrlicher Grafik selbst.
  • Das Doppelleben: Wer den Nervenkitzel suchte, konnte seine Schiffe im Geheimen auch selbst auf Piratenjagd schicken! Man hisste die schwarze Flagge, plünderte die Konvois der Konkurrenz und wusch das schmutzige Gold im eigenen Kontor wieder rein. Aber wehe, man wurde vom Stadtrat erwischt – dann drohten astronomische Geldstrafen und der totale Ruin des Rufs!

?️ 3. Der Kaffeeklatsch im Rathaus: Politik und gesellschaftlicher Aufstieg

Reichtum allein reichte im Patrizier nicht aus, um das Spiel zu gewinnen. Die Sims des Mittelalters verlangten nach Status und Großzügigkeit:

  • Brot und Spiele: Um Bürgermeister zu werden, musste man sich bei den Bürgern einschmeicheln. Man spendete Geld für den Ausbau der dicken Stadtmauern, stifteste pompöse Kirchenfenster, spendierte dem Volk bei großen Festen im Rathaus tonnenweise Freibier oder baute günstige Fachwerkhäuser für die Armen.
  • Die Intrigen der Ratsversammlung: Hinter verschlossenen Türen wurden Allianzen geschmiedet, Bestechungsgelder gezahlt und über neue Steuern verhandelt. Es war eine faszinierende Simulation von Macht und Politik, die uns stundenlang an die Tastatur fesselte.

? 4. Der Sprung zur Perfektion: Patrizier II (2000)

Während das Original den Grundstein legte, brachte Der Patrizier II: Geld und Macht im Jahr 2000 die absolute Perfektion auf den PC. Mit einer wunderschönen, detailverliebten 2D-Isometrie-Grafik konnte man den Bürgern beim Spaziergang zusehen, die eigenen Produktionsbetriebe (wie Bierbrauereien, Webereien oder Hanffelder) wachsen sehen und dem Treiben im Hafen lauschen. Der orchestrale Soundtrack und das typische „Möwengeschrei“ im Hintergrund machten die Hanse-Atmosphäre perfekt.

Jetzt seid ihr dran, liebe Hanse-Kaufleute und Ratsmitglieder!

  • In welcher stolzen Hansestadt habt ihr damals euer allererstes Kontor eröffnet? Wart ihr in Lübeck, Hamburg oder ganz woanders zu Hause?
  • Habt ihr euer Geld auf ehrliche Weise mit Salz und Tuch verdient oder habt ihr im Geheimen auch als Pirat die Ostsee unsicher gemacht?
  • Und wer von euch hat es damals tatsächlich bis auf den Thron des Aldermanns geschafft?

Teilt eure besten Handelsrouten, Wirtschafts-Taktiken und Patrizier-Erinnerungen mit uns in den Kommentaren!

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