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Retromemo:
05.08.2026 21:25
Wer im Wald nach Himbeeren piepst, kriegt im Kiez sofort das Lösch-Skript bar auf die Kralle! Veteranen lesen nix zu Ende und speichern nie! BÄM! ??
Rocko:
31.07.2026 10:27
„Da sind sie wieder, meine drei Probleme: Vergesslichkeit, Dings und das andere.“ ??‍♂️??
Retromemo:
29.07.2026 18:20
? Neeee alles gut, ich kümmer mich drum ?????????☕
Retromemo:
29.07.2026 18:19
„Das liegt außerhalb meines subjektiven Relevanzkorridors.“ ????
Schwarzfahrer:
27.07.2026 16:13
Und wenn ihr schon dabei seid, Shoutbox ohne Zeilenumbruch und ohne Avatar Anzeige ??? Ging doch bei userem alten Forum ?? warum jetzt nicht ??? ???

Forum Retromemos Forum Games Populous ?????

Post von Retromemo » 14.07.2026 17:42:01


„Erschaffe Land, senke Berge und entfessle den Zorn der Natur – Als wir am Amiga und PC das allererste Mal Gott spielen durften!“

Wir schreiben das Jahr 1989. Die Spielewelt steckte voller Jump 'n' Runs und simpler Ballerspiele, als ein kleines britisches Studio namens Bullfrog Productions unter der Leitung eines damals noch unbekannten Visionärs namens Peter Molyneux ein Spiel veröffentlichte, das ein komplett neues Genre begründen sollte: Populous! Es war die Geburtsstunde der Göttersimulationen (God Games).

Für unsere Ü50Surfer und Gaming-Veteranen war Populous eine absolute Offenbarung. Plötzlich steuerten wir keine einzelne Spielfigur mehr mit dem Joystick. Stattdessen schauten wir aus einer schrägen, isometrischen Perspektive auf ein kleines Stück Erde herab und lenkten das Schicksal eines ganzen Volkes – indirekt, allmächtig und getrieben von göttlicher Macht!

?️ 1. Das Fundament der Macht: Landschaftsbau per Mausklick

In Populous startete man als himmlischer Underdog mit nur einer Handvoll treuer Anhänger („Walker“). Um die eigene Macht zu vergrößern, gab es ein einfaches, aber absolut geniales Prinzip: Landbegradigung!

  • Hütten statt Berge: Mit der linken und rechten Maustaste konnte man das Land quadratweise anheben oder absenken. Die eigenen Siedler liefen automatisch auf die freien Flächen. Je flacher und größer das Land war, desto mächtigere Gebäude bauten sie – von der winzigen Schlammhütte bis hin zur gigantischen, uneinnehmbaren Ritterburg.
  • Das Mana-Prinzip: Je mehr Anhänger in den prächtigen Burgen wohnten, desto schneller füllte sich die eigene göttliche Energieleiste (Mana). Und genau dieses Mana brauchte man, um dem gegnerischen Gott und seinen ungläubigen Ketzern das Leben zur Hölle zu machen.

? 2. Das göttliche Waffenarsenal: Naturkatastrophen im Minutentakt

Sobald die eigene Zivilisation florierte und das Mana sprudelte, durfte man im Icon-Menü des Spiels die Naturgesetze komplett außer Kraft setzen. Die Zerstörungskraft war für damalige Verhältnisse ein purer Adrenalinkick:

  • Der Sumpf: Man platzierte ein dunkles Schlammloch direkt vor die Tore des Gegners. Jeder feindliche Siedler, der ahnungslos hineintappte, versank augenblicklich im digitalen Nirwana.
  • Das Erdbeben & Der Vulkan: Per Klick brachte man die Erde zum Beben und ließ mitten im feindlichen Wohngebiet einen riesigen Vulkan aus dem Boden schießen. Das mühsam begradigte Land des Gegners wurde in eine unbewohnbare, zerklüftete Gebirgslandschaft verwandelt.
  • Die Sintflut: Man senkte den Meeresspiegel ab, um ganze Landstriche des Feindes unter Wasser zu setzen und seine Ernte zu vernichten.

⚔️ 3. Der Armageddon-Knopf und das legendäre Nullmodem-Kabel

Hatte man das gegnerische Volk genug geschwächt, aktivierte man den ultimativen Anführer: den Ritter. Dieser mächtige Krieger zog von Haus zu Haus, steckte feindliche Siedlungen in Brand und konvertierte die Überlebenden. Dauerte einem das Match auf einer der stolzen 500 vordefinierten Welten (von saftigen Graslandschaften bis hin zu glühenden Vulkanwelten) zu lang, drückte man das „Armageddon“-Symbol. Sofort marschierten alle verbliebenen Siedler beider Götter in die Mitte der Karte, um in einer epischen Massenschlacht den finalen Sieger auszufechten.

Populous war zudem einer der absoluten Pioniere des Multiplayer-Modus. Wer damals das Glück hatte, zwei Amiga- oder Atari-ST-Computer über ein echtes graues Nullmodem-Kabel miteinander zu verbinden, erlebte die Geburtsstunde nächtelanger, erbarmungsloser Duelle gegen den besten Kumpel.

? 4. Der skurrile Fast-Food-Krieg im Editor

Unvergessen bleibt auch der später erschienene World Editor für das Spiel. Neben klassischen Zukunftsszenarien im Weltall erlaubten uns die Entwickler dort ein absolut absurdes Match: den Fast-Food-Krieg! Plötzlich kämpften zwei bekannte Imbissketten auf einem Schlachtfeld aus riesigen Hamburgern, Pommes-Buden und Pizzen um die Weltherrschaft. Ein herrlicher Humor, der die Spiele von Bullfrog (später auch Theme Park oder Dungeon Keeper) über Jahre hinweg auszeichnen sollte.

Populous bewies eindrucksvoll, dass Strategie auf dem PC nicht kompliziert oder trocken sein musste. Das Spiel gab uns das Gefühl von absoluter Macht und unendlicher Gestaltungsfreiheit – direkt gesteuert mit der frisch gesäuberten Kugel-Maus.

Jetzt seid ihr dran, liebe Götter und Welten-Erbauer!

  • Auf welchem System habt ihr damals euer erstes Volk zum Sieg geführt: Amiga, Atari ST, Sega Mega Drive oder auf dem MS-DOS-PC?
  • Was war eure absolute Lieblings-Katastrophe, um den gegnerischen Gott in den Wahnsinn zu treiben? Der gemeine Sumpf oder doch der feurige Vulkan?
  • Und wer von euch hat sich damals auch über ein Nullmodem-Kabel epische Duelle mit Freunden geliefert?

Teilt eure göttlichen Erinnerungen, Taktiken und Nostalgie-Momente mit uns in den Kommentaren!

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